Spiritualität, Psychologie, Selbstwerdung
Spiritualität, Psychologie, Selbstwerdung
Mit der Vertreibung aus dem Paradies haben wir die Ganzheit verloren. Aus der Einheit wurden wir zwei: gut oder böse, männlich oder weiblich, hell oder dunkel, heilig oder Sünder. Und auch wenn wir gelernt haben, uns zu akzeptieren, werden wir tief in uns von Scham, eingebildeter Schuld und einem Hunger nach dem, was wir glauben, NICHT zu sein (oder haben), getrieben.
Jesus gibt uns in den zehn Geboten Wegweiser zurück. Aber sie bezeichnen nur Richtungen und keine Befehle, denn wer kann sie schon vollends erfüllen? Er sagt auch, er, Jesus, sei der Weg. Wer Ihn in schwierigen Momenten nahefühlt und in guten Zeiten nicht vergisst, findet den Weg zurück in den paradiesischen Frieden. Davor frisst die Katze die Maus, und wir bekämpfen andere oder uns selbst.
Je nach Vorgeschichte können nicht alle Menschen diese Nähe fühlen und darin verborgen bleiben.
Im Taoismus dagegen wird der innere Frieden als Grundstein gelegt. Wenn das Herz unruhig ist, kann nichts gelingen. Im Geheimnis der Goldenen Blüte (siehe Linkfeld unter dem Bild) sind Reflexion und Kontemplation der vorbeikommenden Gedanken die Wege, um das Herz zu beruhigen.
Die Psychologen sprechen von unfinished business: Wenn wir alte, unerledigte Geschichten in uns tragen, leben wir in der Vergangenheit, sind für die Menschen um uns NICHT verfügbar und sehen nicht, was da ist. Das kann sogar zu Unfällen führen, Scheitern im Beruf, Ehekrisen oder auch nur zu fehlender Freude am Leben.
Im HUNA heißt es: Energie folgt Aufmerksamkeit. Wenn wir mit alten Wunden im Herzen beschäftigt sind, verlieren wir einerseits Energie und fühlen uns müde, andererseits werden wir im Alltag immer wieder alte Situationen in neuen Kleidern sehen – eine von unserer Vergangenheit gefärbte selektive Wahrnehmung der Wirklichkeit.
Aus diesen Erkenntnissen heraus sehe ich in der Reflexion und Zurückverfolgung der Emotionen auf ihren Ursprung den Königsweg für Schwierigkeiten im Alltag und auch für spirituelle Krisen.
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